Unter einem Schaukampf versteht man einen – mit zwei oder mehreren Personen
einstudierten – Kampfablauf, zum Teil mit einstudierten Schauspielszenen.
Dabei werden außer Schwertern und Dolchen auch Stangenwaffen, wie zum Beispiel
Helmbarten, verwendet. Um alle Kampfszenen mit größter Perfektion ausführen zu
können, ist ein ständiges Training notwendig.
Freikampf
Bei einem Freikampf treten zwei oder mehrere Männer gegeneinander an. Hier wird,
nicht wie bei einem Schaukampf, mit einstudierten Schlägen der Gegner bekämpft,
sondern mit "freien" Schlägen angegriffen. Mehrere Schiedsrichter achten auf
das Geschehen und verteilen Punkte für die Treffer. Bei einem solchen Freikampf
können auch mehrere hundert Männer gegeneinander kämpfen und so eine große
Feldschlacht nachstellen.
Stangenwaffendrill
Im Mittelalter wurden alle wehrfähigen Männer durch den Stadthauptmann regelmäßig
im Umgang mit Stangenwaffen ausgebildet. Dieser regelmäße Drill war auch in
Friedenszeiten nötig, um im Kriegsfall gerüstet zu sein.
Knappentraining
Bei diesem Training werden Grundschläge und Schrittfolgen von erfahrenen Kämpfern
an ihre Knappen weitergegeben. In den meisten Fällen wird hier mit Holzschwertern
trainiert.
Bogen– und Armbrustschießen
In verschiedenen europäischen Ländern war im Spätmittelalter das Übungsschießen
mit dem Bogen oftmals von den Herrschern befohlen. In unserem Gebiet wurde der
Bogen eher bei der Jagd als im Kampf verwendet. Hier war die Armbrust eine
bevorzugte Schusswaffe. Um gezielt zu treffen, ist ein regelmäßes Training nötig.